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Finanzen allgemein

Rückblick zur Konferenz der Controller als Business Partner vom 28.05.15, ZÜRICH 150 150 C4B

Rückblick zur Konferenz der Controller als Business Partner vom 28.05.15, ZÜRICH

Voller Begeisterung blicken wir auf die Konferenz des Finanz- und Wirtschaftsforums zum Thema „Der Controller als Business Partner“ am 28.05.15 in Zürich zurück. Vielen Dank für die lebhaften Diskussionen und interessanten Ansätze der Controllerinnen und Controller in der Schweiz, die wir in unserem C4B Pannel diskutiert haben.

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Forum Zürich 1

C4B hat im März diesen Jahres den ersten C4B Benchmarking Circle ZÜRICH eröffnet und wird wie nach dem deutschen Vorbild vier Benchmarking Circles pro Jahr in Zürich abhalten. Dies sind die bereits durchgeführten Themen in 2015:

  1. März, Reporting 2.0 & Anforderungen an den Controller der Zukunft
  2. Juni, Der operative Planungsprozess und Rolling Forecast

Diese Themen werden wir bald behandeln:

  1. September 2015, KPI‘s / Dashboard
  2. November 2015, Future Schweizer Modell

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Neben dem wirklich spannenden Erfahrungsaustausch unter Führungskräften des Rechnungswesens und Controllings ist Zürich immer eine Reise Wert! Vielen Dank an die Schweizer Unternehmen und auf ein baldiges Wiedersehen!

Ihr C4B Team Schweiz

Ute Schröder, Inhaberin C4B Team

Jörg Dannheim, Manager Schweiz

Bildquellen: Die Fotos in diesem Beitrag wurden von Iris C. Ritter gemacht und von der Forum Executive AG zur Verfügung gestellt.

Rückblick zum 40. Congress der Controller 2015 in München 150 150 C4B

Rückblick zum 40. Congress der Controller 2015 in München

Voller Begeisterung blicken wir auf die spannenden Diskussionen und Vorträge des 40. Congress der Controller am 20. /21. April 2015 zurück. Vielen Dank für die lebhaften Diskussionen und interessanten Gespräche an unserem gemeinsamen C4B-Team & TreuenFels Informationsstand.

ICV Kongress 2015-2

Neben fachlichen Themen, kam auch der Spaß nicht zu kurz und Gewinner unserer Verlosung unseres IPad-Mini gab es natürlich auch!

ICV Kongress 2015-1ICV Kongress 2015-4

Bis zum nächsten Mal!

„Planung ersetzt den Zufall durch den Irrtum“ 150 150 C4B

„Planung ersetzt den Zufall durch den Irrtum“

Strategisches Versicherungsmanagement- Teil 5 unserer Serie

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„Planung ersetzt den Zufall durch den Irrtum – und aus Irrtum kann man lernen“, so hat es einst Albert Einstein gesagt. Ist ein Schadensfall eingetreten, kommt auf die mit Versicherungsmanagement betreuten Mitarbeiter häufig eine Flut neuer Aufgaben hinzu, die von vornherein gut geplant werden sollten. Erik Schröder von der Firma Dornbracht hat es in seinem Gastbeitrag schon anschaulich beschrieben. Damit im Schadensfall möglichst viel Zufall durch Planung (und möglichst wenig Irrtum) ersetzt wird, möchte ich im Folgenden einige Aspekte herausgreifen, auf die Sie sich im Schadensfall einstellen sollten:

Verantwortungsbereiche definieren
Für die Abwicklung des Schadens empfiehlt sich die klare Festlegung von Verantwortungsbereichen. Flache Hierarchien erleichtern die zügige Abwicklung des Schadensfalls.

Sachverständige hinzuziehen
Bei Großschäden mit sehr komplexen Zusammenhängen und Überschneidungen zwischen Sach- und Betriebsunterbrechungsschaden, sollten Sie eigene Sachverständige hinzuziehen und ein Sachverständigenverfahren aufsetzen. Der bei jedem Schaden agierende Sachverständige wird von den Versicherungen häufig als neutraler Dritter präsentiert, der im Sinne von Versicherer und Versicherungsnehmer die Schadenberechnung vornimmt. Im eigenen Interesse sollte das Unternehmen eigene Sachverständige hinzuholen. Sie können bei der Ursachenermittlung mitarbeiten, bei der Erfassung der zum Schadensnachweis benötigten Unterlagen und Aufbereitung der entsprechenden Dokumentationen mitwirken sowie bei der vorläufigen Schadenschätzungen zur Begründung angemessener Abschlagszahlungen unterstützen. Insbesondere im Zusammenspiel von Sach- und Betriebsunterbrechungsversicherung bedarf es der kompetenten Unterstützung. Externe Sachverständige können bei der Sicherstellung einer vollständigen Erfassung aller Ansprüche aus betroffenen Versicherungsverträgen unterstützen. Auch die Beweissicherung zur Schadendokumentation gegenüber sonstigen Anspruchsgegnern, zum Beispiel dem Schadenverursacher, zählt zu den Tätigkeiten von Sachverständigen. Das Honorar für die Tätigkeit ist in modernen Versicherungsverträgen in der Regel mitversichert. Für das betroffene Unternehmen fallen für die zusätzlichen, der eigenen Entscheidungssicherheit dienenden Fremdarbeiten insofern keine oder zumindest keine nennenswerten Kosten an.

Mitarbeiter und Stakeholder informieren
Im Schadensfall gehört der rechtzeitige und umfassende Dialog mit den Betroffenen, hier vor allem den Mitarbeitern, sowie den Stakeholdern wie Kunden, Lieferanten, Banken, Behörden, Feuerwehr und Finanzamt, zum Krisenmanagement. Eine offene Kommunikation macht das vom Unternehmen gewählte Vorgehen transparent und beugt Spekulationen und Ängsten vor. Mitarbeiter sollten regelmäßig über Betriebsversammlungen informiert werden. Bei den nach einem Schadensfall beispielsweise anstehenden komplexen behördlichen Genehmigungsverfahren oder bei Bankengesprächen zu Überbrückungsfinanzierungen profitieren Unternehmen auch von einer rechtzeitigen und offenen Kommunikation über den Gesamtprozess. Beispielsweise sehen Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung in den Jahren nach einem Schadensfall ganz anders aus als zu normalen Zeiten. Dies müssen Kapitalgeber verstehen, sie sollten deshalb frühzeitig einbezogen werden.

Handelspartner/Lieferanten absichern
Steht in Folge eines Schadensfalls der Betrieb still, so werden auch Lieferanten und Handelspartner temporär nicht benötigt. Vorausschauend sollten Regelungen und Absprachen getroffen werden, um sich mittel- und langfristig die Zusammenarbeit mit Lieferanten und Handelspartnern und dem Vertriebsnetzwerk zu sichern. Die kann auch mit Hilfe von Ausfallentschädigungen geschehen, die über die Betriebsunterbrechungsversicherung mit dem Versicherer verhandelt werden können.

Separate Buchführung
Für den gesamten Schadensregulierungszeitraum ist eine separate Kontenführung empfehlenswert. Somit kann eine klare Trennung zwischen operativen, nicht entschädigungsrelevanten Aufwendungen und schadensbedingten und somit erstattungsfähigen Aufwendungen sichergestellt werden. Darüber hinaus erleichtert dies die Nachweis- und Dokumentationsverpflichtungen des Versicherungsnehmers gegenüber der Versicherung. Solange der Schaden nicht abschließend festgestellt ist und noch kein finales Gutachten vorliegt, zahlt der Versicherer lediglich Abschlagszahlungen. Das Managen von Abschlagszahlungen ist nicht nur zeitraubend, sondern erfordert eine besondere Sorgfalt. Der für den Schadensfall Verantwortliche sollte sehr genau darauf achten, dass alle geplanten Aktivitäten wie Neuinvestitionen etc. auch von den Sachverständigen genehmigt sind. Ansonsten wird sehr schnell Geld ausgegeben, was so nicht vorhanden ist beziehungsweise was nicht erstattet wird. Zudem hat ein Schaden auch steuerrechtliche Auswirkungen, die im Vorfeld genau geprüft werden müssen. Dies betrifft unter anderem die Aufdeckung stiller Reserven bei der Anschaffung neuer Maschinen.

Tipp: Vorsicht ist bei Vergleichsangeboten geboten. Insbesondere bei der Betriebsunterbrechungsversicherung, bei der sich die mittel- und längerfristig aus der Betriebsunterbrechung ergebenden Kosten nur sehr schwer abschätzen lassen, ist ein solches Angebot genau zu prüfen. Ein voreiliger Abschluss kann bei Licht betrachtet gern mehrere Millionen Euro unter dem liegen, was der Versicherer bei normaler Beendigung des Regulierungsschadens zu zahlen hätte. Daher ist die Schadensregulierung bis zum Ende der Versicherungszeit vor allem bei der Betriebsunterbrechung empfehlenswert.

Zahlreiche Tipps dieser Serie entstanden in Zusammenarbeit mit Erik Schröder von Dornbracht, der uns an der Fülle seiner Erfahrung aus dem Großschaden teilhaben ließ. Dank seiner Unterstützung konnte diese Artikelserie zum strategischen Versicherungsmanagement erst entstehen, dafür möchte ich mich noch einmal herzlich bedanken!

Was haben Sie an Erlebnissen zum Thema Versicherungsschäden? Gibt es vielleicht noch den ein oder anderen praktischen Tipp oder Hinweis, die Sie den anderen Lesern mitgeben könnten? Ich würde mich sehr über Ihre Beiträge freuen!

Erfolgreich Verbindungen knüpfen – knüpfen Sie mit! 150 150 C4B

Erfolgreich Verbindungen knüpfen – knüpfen Sie mit!

C4B-Team beim 40. Congress der Controller am 20. + 21. April 2015 in München

Zusammen mit der Personalberatungsgesellschaft TreuenFels sind wir auch in diesem Jahr wieder als Aussteller auf den 40. Congress der Controller in München.

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Machen auch Sie an unserem Informationsstand fest und gewinnen Sie mit etwas Glück ein Kindle Paperwhite inklusive fünf top e-Books.

ICV Gewinnspiel 2015

Wir freuen uns auf viele spannende Gespräche und interessante Vorträge am 20. +21. April 2015 in München!

Es grüßt Sie herzlich

Ihr C4B Team

„Vor mir fuhr ein riesiger Möbelwagen mit Anhänger…“ C4B

„Vor mir fuhr ein riesiger Möbelwagen mit Anhänger…“

Strategisches Versicherungsmanagement- Teil 4 unserer Serie

„Vor mir fuhr ein riesiger Möbelwagen mit Anhänger. Der Sog war so groß, dass ich über die Kreuzung gezogen wurde.“ Dies ist ein Originalzitat aus einer Schadensmeldung an eine Versicherung – und es soll nur verdeutlichen, dass es neben den in meinen vorherigen Blogbeiträgen genannten betrieblichen Risiken auch gute Gründe für eine Betriebshaftpflichtversicherung gibt. Sie deckt die Haftpflichtansprüche, die einem Dritten durch die betriebliche Tätigkeit eines Unternehmens schuldhaft verursacht wurden und schnell die betriebliche Existenz gefährden können. (Ob nun der Sog eines Möbelwagens eine reelle Unfallursache darstellt, mag der geneigte Leser selber interpretieren….).

Zu beachten ist bei Abschluss der Betriebshaftpflicht, dass nur die Eigenschaften und Rechtsverhältnisse, die der Versicherungsnehmer bei Vertragsabschluss angibt, unter den Versicherungsschutz fallen. Auch hier ist es deshalb wichtig, dass Sie alle möglichen Risiken erfassen und in die Versicherungspolice mit einschließen.

Eine Produkthaftpflichtversicherung ist für nahezu jedes Unternehmen relevant, insbesondere wenn das Unternehmen nicht nur Erzeugnisse an Endverbraucher liefert, sondern in arbeitsteiligen Produktionsprozessen integriert produziert. Sie versichert Schäden, die über eine konventionelle Betriebshaftpflichtversicherung nicht ausreichend abgesichert werden, beispielsweise Kosten von Austausch- oder gar Rückrufaktionen, die durch Fehler von einzelnen Komponenten der Endprodukte verursacht werden.

Weitere Versicherungen

Mit einer D&O-Versicherung (Directors-and-Officers-Liability) werden von Vorständen, Geschäftsführern und Managern verursachte Vermögensschäden abgesichert. Inwieweit dies erforderlich ist, muss das Versicherungsmanagement ebenso abklären wie die Frage nach der Notwendigkeit von Unfallversicherungen für In- und Ausland, sowie beispielsweise Reisegepäckversicherungen. Daneben gilt es, spezielle Firmenversicherungen, wie zum Beispiel Maschinen- oder Maschinen-BU-Versicherungen, Transport- und Transport-BU-Versicherungen, Bauleistungs-, Forderungsausfall- oder Rechtsschutzversicherungen sowie Datenträgerversicherungen auf Nutzen zu prüfen. Bei KFZ-Versicherungen lohnt sich auch schon bei Unternehmen mit wenigen Fahrzeugen häufig eine Flottenversicherung. Allgemein sollte sich die Repräsentantenklausel nicht auf Werks- und Filialleiter erstrecken.

Unternehmen mit ausländischen Tochtergesellschaften
Das Versicherungsmanagement in Unternehmen mit ausländischen Tochtergesellschaften wird vor besondere Herausforderungen bei der Gestaltung eines Versicherungsprogrammes gestellt. Die Länder unterscheiden sich häufig in Bezug auf die Risikosituation, die lokale Gesetzgebung und den lokal üblichen Versicherungsschutz. Auch Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Betrieben des Unternehmens sollten Sie dann absichern. Die mit dem Versicherungsmanagement Beauftragten sollten zunächst eruieren, was und wie viel in ausländischen Tochtergesellschaften versichert ist und wie hoch die Prämien sind. Beispielsweise kann für den Fall, dass die Versicherungsbedingungen in der Grundversicherung eines ausländischen Tochterunternehmens im Vergleich zum Vertrag der Muttergesellschaft einen geringeren Versicherungsschutz bieten, die Muttergesellschaft im Rahmen einer sogenannten Bedingungsdifferenzdeckung (DIC – Difference in Conditions) sicherstellen, dass der weitergehende Versicherungsschutz im Rahmen des Muttervertrages auch für den Versicherungsvertrag der Tochtergesellschaft Anwendung findet.

Allgemein gilt, dass weltweite Gruppenpolicen durch die Bündelung von Risiken und die damit verbundene Größe in der Regel Prämienvorteile erzielen, die zu erheblichen Prämieneinsparungen in der Gruppe führen. Darüber hinaus werden durch ein internationales Programm Doppelversicherungen weitestgehend vermieden, was ebenfalls zu Kosteneinsparungen führt. Mit Ausnahme der KFZ-Versicherungen, die lokal abzuwickeln sind, sollte ein einheitliches Programm mit einem Versicherer angestrebt werden. Da bieten sich Exedenten-Deckungen (Regenschutz-Versicherungen) an.

Was gilt es zu tun, wenn ein Versicherungsschaden eingetreten ist? Damit beschäftige ich mich kommende Woche im fünften und letzten Teil meiner Serie zum strategischen Versicherungsmanagement.

„Wer den Schaden hat…“ C4B

„Wer den Schaden hat…“

Strategisches Versicherungsmanagement- Teil 3 unserer Serie

Wer den Schaden hat… kann sich glücklich schätzen, wenn er im Vorfeld auch das Thema Betriebsunterbrechung bedacht hat. Im dritten Teil unserer Serie zum Strategischen Versicherungsmanagement (hier können Sie Teil 1 und Teil 2 lesen), möchte ich Ihnen Tipps und Hinweise zu Betriebsunterbrechungsschäden und einer möglichen Absicherung geben. Kommt es in einem Betrieb zu Sachschäden, beispielsweise durch Sturm oder Feuer, kann dies nämlich auch schnell zu Produktionsausfällen führen. Der entstehende Betriebsunterbrechungsschaden, hervorgerufen durch die betrieblichen Fixkosten und dem gesamten oder teilweisen Ausfall von Umsatzerlösen, ist oft größer als der Sachschaden.

Eine Betriebsunterbrechungsversicherung (BUV) bietet Schutz, denn der Versicherer ersetzt dann die fortlaufenden Kosten als auch den entgangenen Gewinn. Die zu erstattenden Fixkosten beinhalten im Wesentlichen:

  • die Personalkosten (Kündigung von Mitarbeitern sind gesetzlich nicht möglich)
  • Abschreibungen der verbleibenden Betriebseinrichtung
  • Mieten, Kosten für Büro, Werbung, Betriebserhaltung

Zusätzlich können auch weitere Leistungen versichert werden, hierzu gehören:

  • Mehraufwendungen aufgrund von Abnahmeverpflichtungen und Vertragsstrafen
  • Wertminderungen und Aufwendungen für vom Sachschaden nicht betroffene, jedoch nicht mehr verwendbare Vorräte,
  • Sachverständigenkosten
  • sowie sonstige zusätzliche Aufwendungen zur Minderung der Betriebsunterbrechung.

Die Ersatzleistung des Versicherers ist durch die Haftzeit begrenzt. Viele Unternehmen schließen nur für den Zeitraum von 12 oder 18 Monaten ab. Bis nach einem größeren Schaden der Betrieb jedoch wieder in gewohnter Form aufgenommen werden kann, ist der Zeitraum von einem Jahr schnell erreicht (lesen Sie hierzu auch den Gastbeitrag von Erik Schröder von der Firma Dornbracht). Deshalb empfiehlt es sich, die BUV für mindestens 24 Monate, wenn nicht sogar für  36 Monate abzuschließen.

Tipp: nach einem Schaden müssen häufig Firmengebäude neu errichtet werden. Auch diese sollten für die Bauzeit mit einer Betriebsunterbrechungsversicherung abgesichert werden. Denn die durch erneute Schadensereignisse hervorgerufenen Bauverzögerungen oder Bauschäden und die daraus möglicherweise verlängerte Betriebsunterbrechung ist in diesem Fall in der eigentlichen BUV nicht mitversichert.

Auch Ausfallrisiken innerhalb einer Lieferkette lassen sich durch eine BUV absichern. Der Ausfall eines einzelnen Zulieferers kann unter Umständen dramatische Folgen auf den eigenen Produktionsablauf haben. Finanziell absichern können sich Betriebe mit dem Einschluss von Rückwirkungsschäden in der BUV. Solche Policen schützen vor Störungen innerhalb der Lieferanten-Abnehmer-Kette. Eingeschlossen sind klassische Schadensereignisse wie Feuer, Hagel oder Sturm, die beim Lieferanten oder Abnehmer eintreten und eine direkte Auswirkung auf den versicherten Betrieb haben, beziehungsweise Deckung im Rahmen einer Allgefahrenversicherung. Wenn die benötigten Rohstoffe oder Komponenten nicht anderweitig bezogen werden können, trägt die Versicherung sowohl die Kosten für einen Stillstand beziehungsweise Teilstillstand der eigenen Produktion als auch die Mehrkosten für Beschaffung der teureren Rohstoffe oder Vorprodukte. Auch die Auswirkungen eines Sachschadens in einem Betrieb auf einen anderweitig angesiedelten Betrieb desselben Versicherungsnehmers, sogenannte Wechselwirkungsschäden, sollten mitversichert werden.

Tipp: Sichern Sie das Sach- und das Betriebsunterbrechungsrisiko gegen eine Gefahr immer beim gleichen Versicherer ab. Nach einem Schadenfall zu treffende Entscheidungen können unter Umständen den Sachschaden erhöhen und den Betriebsunterbrechungsschaden reduzieren und umgekehrt. Zum Beispiel die schnellere, aber dafür teurere Ersatzbeschaffung einer bestimmten Maschine: Sind Sach- und Betriebsunterbrechungsschaden bei verschiedenen Versicherern, bezahlt der Sachversicherer die Mehrkosten der Maschine nicht, während der Betriebsunterbrechungsversicherer nicht für die verlängerte Betriebsunterbrechung geradestehen will, der mit der regulären Beschaffung der Maschine einhergeht. Bei unterschiedlichen Versicherern kann es in einer solchen Situation zu langen und möglicherweise erfolglosen Diskussionen zwischen den Versicherern führen. Sind beide Risiken bei einem Versicherer, wird die Entscheidung pragmatisch gefällt, je nach dem, was zum geringstmöglichen Gesamtschaden führt.

Das sind meine „großen fünf to do’s“ für den richtigen Versicherungsschutz

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  • Ermittlung aller erforderlichen betriebsspezifischen Risiken
  • Festlegung der richtigen Versicherungssummen und Wertfortschreibungen
  • richtige Bemessung der Haftzeiten
  • eine ausgefeilte Deklaration sowie weitgehende Bedingungen
  • ein klares Klauselwerk

Was sind Ihre Empfehlungen und to do’s für den richtigen Versicherungsschutz? Ich freue mich auf Ihre Kommentare.

In Teil 4 meiner Serie zum strategischen Versicherungsmanagement beschäftige ich mich mit der Betriebshaftpflichtversicherung und weiteren relevanten Versicherungstypen.

„Nur ein Narr schafft sich für jede Maus eine Katze an“ C4B

„Nur ein Narr schafft sich für jede Maus eine Katze an“

Strategisches Versicherungsmanagement- Teil 2 unserer Serie

Im Unternehmen werden auch Sie sicher häufig von Versicherungsvertretern „heimgesucht“, die Ihnen für jegliche Art von Risiko einen passenden Versicherungsvertrag empfehlen können und wollen. Da mag so manch‘ einem das Sprichwort „Nur ein Narr schafft sich für jede Maus eine Katze an“ einfallen. In der Tat macht es Sinn, dass Sie sich, so habe ich es ja bereits im ersten Teil meiner Serie zum Versicherungsmanagement geschrieben, zu Beginn einen systematischen Überblick über die Risiken verschaffen. Dann erst kommt die Auswahl einer geeigneten Versicherung in Betracht.

Sachversicherung
Die Betriebseinrichtung und Lagerbestände können Sie gegen die in der vorherigen Folge aufgelisteten innerbetrieblichen und externen Gefahren mit einer Sachversicherung, auch Betriebsinhaltsversicherung genannt, versichern. Zu den Sachversicherungen zählen die Versicherungen gegen Feuer, Sturm, Hagel oder beispielsweise Schäden durch Leitungswasser, Einbruch oder Diebstahl. Die Sachversicherung sollte unbedingt auch die durch einen Schaden verursachten Aufräumungskosten enthalten. Aufräum- und Abbruchkosten, Bewegungs- und Schutzkosten, Abfuhr- und Isolierkosten sowie Feuerlösch- und Deponiekosten und Mehrkosten für die Behandlung von gefährlichem Abfall können bei Großschäden schnell in Millionenhöhe gehen.

Um den Versicherungsschutz nicht zu gefährden, sollten Sie regelmäßig Ihre Revisionsverpflichtungen wie beispielsweise Wartungs- und Prüfintervalle und angemessene Brandschutzmaßnahmen beachten. Das kann sich auch schon bei Abschluss der Versicherung auszahlen: Unternehmen, die über vorbildliche Sicherheits- und Brandschutzeinrichtungen verfügen, können spürbare Prämienreduzierungen erreichen.

Wenn Risiken nicht erkannt und berücksichtigt werden, kann dies im Schadensfall zu immensen Kosten führen. Beispielsweise ist eine Explosion meist über die Feuerversicherung mit abgedeckt, Implosionen jedoch nicht. Was dies für die Kostenseite bedeutet, zeigen folgende Praxisfälle:

  • Elektronikschäden aufgrund einer Sturmflut führten zu einer Schadenshöhe von einer Million Euro.
  • Die Überspannung in einem Großrechner verursachte beispielsweise einen Schaden in Höhe von 90.000 Euro.
  • Überschwemmungen durch einen Bach führten zu einem Schaden von 1,25 Millionen Euro.
  • Flammrohrreißer infolge von Wassermangel im Dampfkessel verursachte ein Schaden von 2,25 Millionen Euro.

Anstatt zu versuchen, alle Risiken einzeln abzusichern, ist deshalb der Abschluss einer Allgefahrenversicherung empfehlenswert. Sie versichert grundsätzlich alles, was vom Versicherer nicht ausdrücklich ausgeschlossen wird (beispielsweise Kriegsereignisse, Kernenergie oder Gefahren, die durch eine Feuerversicherung gedeckt werden). Enthalten sind in einer Allgefahrenversicherung in der Regel:

  • Hagel, Sturm, Einbruch-/Diebstahl, Vandalismus
  • Sprinkler-Leckage ohne vorangegangenen Feuerschaden
  • Tankleckage
  • Frost, Schneelast, Erdbeben, Erdrutsch
  • Zusammenbruch der Wasserversorgung
  • Sabotage, innere Aufruhr, Schäden durch Streikende
  • Stromausfall
  • Implosionen
  • Ausbruch von Ammoniak
  • Auslaufen von Chemiebehältern
  • Zerstörung von Behältern durch chemische Reaktionen
  • Böswillige Beschädigungen durch Dritte
  • Störungen bei Maschinen /technischen Anlagen
  • Überschwemmungen

Wichtig ist, dass Sie in der Sachversicherung nach Möglichkeit einen Unterversicherungsverzicht einschließen, denn bei einer Unterversicherung wird im Schadensfall die Entschädigung der Versicherung nur anteilig berechnet. Bei Unterversicherungsverzicht wird im Schadensfall nicht geprüft, ob eine Unterversicherung vorliegt und somit werden keine Kürzungen vorgenommen. Als maximale Entschädigung wird dann die vereinbarte Grenze oder die Versicherungssumme gezahlt. Investitionsvorsorge, Stichtags-und Wertzuschlags-Klauseln schützen vor Unterversicherung, wenn innerhalb des laufenden Versicherungsjahres werterhöhende Investitionen vorgenommen werden. Der Versicherungsnehmer hat den tatsächlichen Wertzuwachs am Ende eines jeden Versicherungsjahres, oder nach vereinbarter Frist nach Ablauf des Versicherungsjahres zu melden. Im Anschluss wird die notwendige Prämienkorrektur durchgeführt. Bei der Versicherung für Gebäude gelten gleiche Sachverhalte.

Obliegenheiten erfüllen
Nicht unterschätzen sollten Sie auch Ihre Pflichten als Versicherungsnehmer. Dazu gehören die sogenannten Obliegenheiten, das sind Pflichten des Versicherungsnehmers, die er vor Vertragsabschluss, während des Bestehens des Versicherungsvertrages und nach dem Schaden hat, und deren Verletzung in der Regel den Totalverlust des Versicherungsschutzes bedeutet. Neben den Revisionspflichten gehören dazu auch, betriebliche Veränderungen dem Versicherungsunternehmen umgehend mitzuteilen. So hat der Aufbau eines Baugerüstes oder das Entfernen der Alarmanlage Auswirkungen auf die Einbruchdiebstahl-Versicherung, die Aufnahme eines neuen Betriebszweiges mit Brandrisiko Auswirkungen auf die Feuerschutz-Versicherung.

Warum die Betriebsunterbrechungsversicherung so wichtig ist, möchte ich Ihnen im nächsten Teil meiner Serie zum Strategischen Versicherungsmanagement vorstellen.

„Es nimmt der Augenblick…” 150 150 C4B

„Es nimmt der Augenblick…”

Strategisches Versicherungsmanagement- Teil 1

„Es nimmt der Augenblick was Jahre geben”, schrieb Johann Wolfgang von Goethe vor bereits 180 Jahren so weise. An Schadensfällen in Unternehmen hat der Dichter dabei sicherlich nicht gedacht, aber auch sie trifft das Zitat sehr präzise: Eine Analyse von Schadensfällen geht davon aus, dass nur 23 Prozent der Unternehmen, die einen Großschaden erleiden, den Betrieb in der früheren Form wieder aufnehmen können. Mehr als ein Viertel der Unternehmen geht nach einem Großschaden in Konkurs. Grund genug, dass ich in einer kleinen Serie das Strategische Versicherungsmanagement ins Visier nehme. Ich stelle Ihnen Fragen der Risikoidentifikation und Bewertung vor, relevante Versicherungen, Tipps zu Verhalten im Schadensfall und zur Auswahl von Versicherern. Was ein Schaden tatsächlich für Konsequenzen hat und welche Learnings andere Betriebe daraus ziehen können, zeigt ein Großschadensereignis aus der Praxis.

Versicherungsmanagement Grafik

Bildquelle: Controllermagazin, Claus Pachurka, Technische Krisenprävention – Personen und Sachwerte proaktiv schützen, Bochum, 2008

Versicherungsmanagement – warum?

Eine Vielzahl von Risiken wie beispielsweise Feuer, Ausfall der öffentlichen Versorgung oder Naturgefahren, aber auch Personenrisiken wie Streik oder Vertrauensschäden gefährden Unternehmen. Und die Risiken nehmen immer mehr zu und werden deutlich komplexer. Als ergänzende Funktion der Unternehmensführung gewinnt deshalb das Versicherungsmanagement zunehmend an Bedeutung und sein Aufgabenumfang wächst.

Was bedeutet nun strategisches Versicherungsmanagement? Unternehmen sollen sich zielgerichtet mit der Identifikation sowie der Bewertung von Risiken befassen, um daraus gegebenenfalls Versicherungslösungen zu entwickeln und zu steuern, die diese Risiken erfassen. Im Rahmen eines professionellen Risikomanagements sollten Sie sich zunächst einen systematischen Überblick über die Unternehmensrisiken verschaffen:

  • Handelt es sich um Störungen oder Ausfälle, die zwar ärgerlich, aber verwindbar sind?
  • Was sind die existenzbedrohenden Risiken?
  • Welche Risiken sind überhaupt versicherbar, welche nicht?

Häufig genug habe ich in Unternehmen erlebt – und das belegen auch empirische Studien – dass Unternehmen bei existenzbedrohenden Risiken oft unterversichert sind beziehungsweise keine adäquaten Risikomanagementlösungen vorhalten, während sie bei nicht existenzbedrohenden Risiken möglicherweise überversichert sind. Das führt nicht nur zu regelmässig überhöhten Kosten für die Versicherungen, im Schadensfall kann die Unterversicherung sogar existenzbedrohend sein. Da sich einzelne Risiken und die gesamte Risikolage des Unternehmens ständig ändern, sollten Sie das Versicherungsprogramm regelmäßig auf Wirtschaftlichkeit und Gültigkeit überprüfen, idealerweise einmal jährlich.

  1. Risiken identifizieren und bewerten

Versicherungsmanagement beginnt mit der Bestandsaufnahme:

  • Welches sind in meinem Betrieb die größten Risiken?
  • Wie lassen sich diese minimieren?
  • Welche Risiken kann das Unternehmen selbst tragen, und für welche braucht es Versicherungsschutz?

Mögliche Risiken sind:

Innerbetriebliche Gefahren

  • Brände und Explosionen
  • Gefahrstoff-Freisetzung
  • Einsturzgefahr
  • Versorgungsausfall (Heizung, Energieversorgung, Kühlwasser…)
  • Störungen bei Maschinen / technischen Anlagen
  • Überschwemmung infolge technischer Defekte
  • Freisetzung radioaktiver Stoffe
  • Datenverlust, IT-Netzausfall

Gefahren von außen

  • Brände oder Explosionen in Nachbarschaft
  • Bergbau- und Deponiegelände
  • Verkehrs- und Medientrassen (Straße, Schiene, Ferngas- und Freileitungen)
  • Flugkörperabsturz
  • Brandstiftung, Vandalismus
  • Hochwasser, Starkniederschläge, Sturm
  • Erdbeben, Erdrutsch, Vulkanausbrüche
  • Einbruch-/Diebstahl

Worauf man bei Sachversicherungen und Allgefahrenversicherungen achten sollte, stelle ich Ihnen im nächsten Beitrag vor.