• 28. September 2021

Angekommen im „Next Normal“? – ein Interview mit Björn Greven

Angekommen im „Next Normal“? – ein Interview mit Björn Greven

Angekommen im „Next Normal“? – ein Interview mit Björn Greven 1024 577 C4B

Wir haben vor gut einem Jahr mit verschiedenen Finance-Managern unserer C4B Benchmarking Circle über die Herausforderungen durch die Corona-Pandemie gesprochenDurch den abrupten Einschnitt waren Unternehmen zunächst gefordert, ihre Handlungsfähigkeit zu sichern. Wie sieht es heute aus? Haben sich inzwischen alle auf die andere Normalität, das „Next Normal“, und die damit einhergehenden veränderten Bedingungen eingestellt? Heute im Interview: Björn Greven, Leiter Controlling der Maschinenfabrik Bernard Krone GmbH & Co. KG.

 

Herr Greven, „Auf Sicht fahren“ war in den ersten Wochen nach Ausbruch der Pandemie vielfach die Devise. Wie sieht es heute aus?

Die Abläufe und Prozesse in Controlling und Rechnungswesen haben wir schnell und gut umstellen können. Wir mussten ein sichereres und produktives Arbeiten von zuhause ermöglichen, das ist gut gelungen. Auch weil wir sehr viel Aufwand in die technische Umstellung investiert haben. Und unser Geschäft läuft gut – sogar besser als erwartet. Wir sind etwas konservativ in das Geschäftsjahr gestartet, haben aber bereits den Umsatz des Vorjahres übertroffen.

Wie ist Ihre Wahrnehmung, ist für Sie und Ihre Mitarbeitenden ein „neues Normal“ eingetreten?

In gewisser Hinsicht schon, wir haben alle feststellen dürfen, wie gut „remote work“ funktioniert. Auch länderübergreifend kann man sich intern gut auf virtuellem Weg austauschen. Gleichzeitig wissen wir den Wert persönlicher Begegnungen jetzt vielleicht mehr zu schätzen denn je. Das Zwischenmenschliche, der persönliche Austausch – ob im Büro, beim gemeinsamen Essengehen, oder auch den derzeit ja fehlenden Teambuilding-Events – fehlt.

Welche der von Ihnen ergriffenen Maßnahmen haben sich bewährt?

Die Visualisierung der Zusammenarbeit fördern wir mit Plattformen wie MS-Teams oder Zoom. So können wir virtuelle Meetings durchführen, auch Bildschirme oder Dateien teilen, all dies gelingt gut.

 

Und was belastet Sie und die Mitarbeiter:innen?

Nicht für alle Menschen ist es leicht, von zuhause aus zu arbeiten. Neben dem fehlenden persönlichen Austausch, der Begegnung, kommt auch eine erhöhte Arbeitsbelastung hinzu. Man ist noch durchgetakteter als vorher, die Verfügbarkeit hat in einem hohen Maß zugenommen. Es hat sich auch eine Erwartungshaltung eingeschlichen, dass man permanent verfügbar ist. Ich persönlich stelle zudem fest, dass die körperliche Bewegung doch deutlich auf der Strecke bleibt.

 

Wie schauen Sie in die Zukunft?

Wie meine Kolleginnen und Kollegen freue ich mich wieder auf persönliche Begegnungen und Austausch. Wirtschaftlich schauen wir als Unternehmen sehr optimistisch in die Zukunft. Spannend bleibt die Entwicklung bei den Rohstoffpreisen. Die Preise für Stahl oder Holz setzen ihren Höhenflug fort, so etwas habe ich noch nicht erlebt.

 

Fotos: Pexels, Unsplash, Björn Greven

 

Über Björn Greven

Björn Greven leitet das Controlling bei der Maschinenfabrik Bernard Krone GmbH & Co. KG.

 

Björn Greven auf LinkedIn.

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