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Wie sieht die Controlling-Organisation der Zukunft aus? Ein Interview mit Markus Aschauer 1024 775 C4B

Wie sieht die Controlling-Organisation der Zukunft aus? Ein Interview mit Markus Aschauer

Was beschäftigt Controller in Mittelstand und Konzern derzeit am dringlichsten? Fühlen sie sich auf die Veränderungen durch Digitalisierung und Automatisierung gut vorbereitet? Und mit welchem Mindset müssen Finance-Verantwortliche den anstehenden Veränderungsprozess angehen? Wir haben Finance-Verantwortliche aus unseren Benchmarking-Circles zu diesen Themen befragt.

Heute im Interview: Markus Aschauer, Leiter Buchhaltung und Controlling bei HAMBURG WASSER, Hamburgs Trinkwasserversorgungs- und Abwasserentsorgungsunternehmen.

Herr Aschauer, angesichts der fortschreitenden Digitalisierung – was ist derzeit Ihre dringlichste Frage zur Controlling-Organisation?

Markus Aschauer: Momentan sind wir bei HAMBURG WASSER mitten in dem Prozess, die Buchhaltung und das Controlling zu verschmelzen. Mit dieser neuen Organisationsstruktur wollen wir sowohl den aktuellen als auch den künftigen Aufgaben noch besser gerecht werden. Eine Herausforderung besteht darin, dass die internen und externen Anforderungen an die beiden Bereiche sehr unterschiedlich sind, die Qualifikationen und sicher in Teilen auch das Mindset der Mitarbeiter*innen sind es auch. Mich beschäftigt derzeit sehr stark, wie dieser Prozess in den nächsten Monaten sinnhaft gelingen kann. Zudem steht natürlich auch immer übergeordnet im Raum, wie sich das Controlling in der Zukunft entwickeln wird.

Gab es aus dem Benchmarking Circle zur Controlling-Organisation der Zukunft Erkenntnisse, die Ihnen bei Ihrer Fragestellung hilfreiche Impulse geben konnten?

Markus Aschauer: Auf jeden Fall. Es war extrem spannend zu hören, dass es Shell gelungen ist, weltweit jeweils einen Verantwortlichen für einen Prozess zu installieren. Wir haben 2.200 Mitarbeiter*innen und die Prozessverantwortung ist über den Konzern verteilt. Dass es also grundsätzlich möglich ist, die Entscheidungshoheit für einen Prozess auf eine Person zu konzentrieren, ist ein faszinierender Gedanke. Impulse für meine Fragestellung habe ich vor allem aus den Gesprächen mit den anderen Benchmarking-Teilnehmerinnen und Teilnehmern bekommen. Klar wurde wieder einmal: Die eine Lösung für meine Fragestellung, die passt, gibt es nicht. Sehr hilfreich ist es, neue, bedenkenswerte Ansätze im Teilnehmerkreis diskutieren zu können. Für meine Idee, zunächst für die neue Organisationsstruktur auf die Anforderungen der Zukunft gerichtete Leitplanken zu setzen, die Umsetzung aber nicht allein von mir aus zu denken, sondern gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen zu entwickeln, habe ich viel Zustimmung bekommen. Das bestärkt mich, diesen Weg weiter zu gehen.

Das setzt ja auch ein bestimmtes Mindset voraus. Was denken Sie müssen Controller Ihrer Meinung nach künftig beherrschen?

Markus Aschauer: Die Automatisierung und Digitalisierung, auch in der Kreditoren- und Debitorenbuchhaltung, erfordert in Teilen andere Qualifikationen der Mitarbeiter*innen. Der Prozess muss verstanden werden, das System muss verstanden werden – das setzt den Willen zur Weiterentwicklung voraus, den Willen sich mit neuen Themen zu beschäftigen. Andere, oft jüngere Mitarbeiter*innen erwarten vielleicht, dass wir den Weg von einer klassischen zu einer agilen Organisation schneller gehen. Als Führungskraft muss ich den Mitarbeiter*innen aufzeigen, wo die Reise hingeht und gleichzeitig einen Raum schaffen, der die Weiterentwicklung fördert und ermöglicht, auch über die rein fachlichen Kenntnisse hinaus. Ich meine, dass mein Fokus viel mehr als bisher auf der Begleitung der Mitarbeiter*innen in dieser Entwicklung liegen wird. Dafür bin ich aber zunächst nicht ausgebildet. Als Führungskraft habe ich in meiner Karriere durchaus einiges an Handwerkszeug mitbekommen, was die fachliche Führung betrifft. Geht es allerdings um Themen wie Change Management und um die Weiterentwicklung der Mitarbeiter jenseits von Fachthemen, dann war da bisher vor allem der Personalbereich zuständig. Das ist eine neue Herausforderung, auf die ich mich als Controller einstellen muss.

Fühlen Sie sich persönlich gut vorbereitet auf die Veränderungen? Und was trägt die Mitarbeit im Facharbeitskreis von C4B dazu bei?

Markus Aschauer: Sowohl fachlich als auch persönlich schätze ich die C4B Benchmarking Circle sehr. Denn es geht hier nicht, wie beispielsweise in unseren Branchentreffen, ausschließlich um den Vergleich und die Interpretation von Benchmarks, wir pflegen auch einen Austausch zu Prozessen und Themen und individuellen Fragestellungen – und zwar einen sehr offenen und vertrauensvollen Austausch. Das Lernen von den Erfahrungen anderer macht die C4B Facharbeitskreise für mich sehr wertvoll.

 

Über Markus Aschauer
Markus Aschauer ist seit 2015 Leiter Controlling bei HAMBURG WASSER, Hamburgs Trinkwasserversorgungs- und Abwasserentsorgungsunternehmen und seit Anfang 2020 auch für die Buchhaltung des Konzerns verantwortlich. Davor war er in diversen Fach- und Führungspositionen im Finanz- und Rechnungswesen bei TÜV SÜD und der IBM tätig. Seine berufliche Laufbahn hat er als Berater im Finanz- und Rechnungswesen bei PwC Consulting begonnen. Herr Aschauer wohnt mit seiner Frau und den beiden Kindern in Buxtehude.

In seinem Team arbeiten 18 Controller*innen und 40 Buchhalter*innen. HAMBURG WASSER ist mit rund 2.200 Mitarbeiter*innen nach den Berliner Wasserbetrieben das zweitgrößte kommunale Wasserver- und Abwasserentsorgungsunternehmen Deutschlands.

Markus Aschauer auf XING und LinkedIn.

 

 

 

Gemeinsam durch turbulente Zeiten 1024 683 C4B

Gemeinsam durch turbulente Zeiten

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Ausnahmesituationen wie die Gegenwärtige bringen viele Unsicherheiten mit sich. Wir vom C4B-Team möchten auch in diesen herausfordernden Zeiten fachlich unterstützen – denn mittlerweile haben uns das Coronavirus und seine Folgen nicht nur persönlich, sondern auch wirtschaftlich fest im Griff. Unternehmen aller Größenordnungen und Branchen stehen vor ungeahnten Herausforderungen.

Wir haben alle unsere Veranstaltungen bis auf Weiteres auf virtuelle Online-Benchmarking Circles umgestellt. Außerdem bieten wir Impulsvorträge in einer „Aktuellen Stunde“ an. Für unsere Benchmarking-Kunden haben wir geschlossene Chat- und Arbeitsgruppen eingerichtet, die sich mit Fragen rund um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie befassen – zum Beispiel Fördermittel oder Szenario-Rechnungen. Eben mit allem, was jetzt für die Arbeit von Finance-Verantwortlichen wichtig sein kann. Auf unserem Blog wollen wir auch alle Leserinnen und Leser an Erkenntnissen und Praxistipps teilhaben lassen und werden Sie laufend mit Beiträgen versorgen.

Für die Möglichkeiten digitaler Kommunikation sind wir sehr dankbar. Unser Netzwerk nutzen wir ab sofort virtuell und möchten weiterhin allen Benchmarking Circle-Kunden die Gelegenheit bieten, sich auszutauschen. Gemeinsam stehen wir diese turbulenten Zeiten durch. Bei Fragen sind wir vom C4B-Team gerne für Sie da. Tun Sie uns nur einen Gefallen: Bleiben Sie gesund!

Ihre Ute Schröder

 

Professionelles Netzwerken 600 367 C4B

Professionelles Netzwerken

Im Benchmarking Circle von den Erfahrungen anderer lernen

Kontakte knüpfen und pflegen – für den erfolgreichen Berufsalltag unabdingbar. Doch reicht die Mitgliedschaft auf Xing. LinkedIn & Co. aus? Was die Zusammenarbeit im C4B Benchmarking Circle von anderen Netzwerken unterscheidet

Vitamin B, Connections, Community – egal, wie man es nennt: Im Berufsalltag ist es wichtig, die richtigen Kontakte zu haben. Wie es auch das altbekannte Sprichwort sagt: „Kontakte schaden nur dem, der keine hat.“ In Zeiten von Internet und Social Media scheint das Netzwerken viel einfacher und fast wie selbstverständlich zu funktionieren. So sind auch die Zuwachsraten der Business-Plattformen enorm: Rund 15 Millionen Mitglieder sind inzwischen bei dem Netzwerk Xing in der D-A-C-H-Region angemeldet, LinkedIn hat im deutschsprachigen Raum rund 13 Millionen Mitglieder, weltweit sogar rund 600 Millionen. Doch wie nützlich sind diese Kontakte? Ein Blick auf das eigene Verhalten ist da schon hilfreich. Wie viele Kontakte haben Sie bei den Business-Netzwerken? Und – Hand aufs Herz – wie viele davon pflegen Sie aktiv? Meiner Erfahrung nach nutzen die meisten Menschen Xing und LinkedIn so, wie ich das tue – als eine Art selbstaktualisierendes Adressbuch. Ein persönlicher Austausch findet auf diesen Plattformen eher selten statt. Nützlich auf beiden Plattformen hat sich inzwischen das Teilen von Informationenerwiesen. Beispielswiese kündigen wir auch unsere neuen Blogbeiträge über Xing an. LinkedIn bietet sogar die mögliche Veröffentlichung von eigenem Content über die „Artikel schreiben“-Funktion. Auf diesem Weg kann man seinem Netzwerk etwas zurückgeben.

Doch wie sieht es aus, wenn man selbst auf der Suche nach der Lösung für ein Problem ist? Wenn man eine konkrete Fragestellung aus dem unternehmerischen Alltag hat? Oder eine Empfehlung benötigt, zum Beispiel für einen Experten oder eine Software? Hier kommt es entscheidend auf gute, verlässliche und vor allem persönliche Kontakte an. Ein strategisches Netzwerk zu schaffen ist zeitaufwendig. Und: Wer Netzwerke erst aufbaut, wenn er auf der Suche nach der Lösung für ein Problem ist, wird in den meisten Fällen keinen Erfolg haben. Denn dann ist es häufig zu spät.

Um außerhalb des eigenen Unternehmens Kontakte zu Menschen zu knüpfen, mit denen man sich auch über fachliche Belange austauschen kann, bieten sich eine Reihe von Anlässen an:

  • Messen
  • Fachforen
  • Seminare
  • Mitgliedschaften in Fachverbänden
  • Branchenstammtische

Auf diesen Veranstaltungen geht es um den fachlichen Austausch, vielfach trifft man dort Manager aus anderen Unternehmen mit vergleichbarer Aufgabenstellung. Häufig gehen jedoch die Impulse, die Sie auf Seminaren und Tagungen erhalten, wieder verloren, weil sie nicht gepflegt werden und weil Ihnen das wichtigste Element fehlt: der Austausch mit anderen und damit das Lernen von den Erfahrungen anderer.

Genau das bieten unsere Benchmarking Circle: Eine Möglichkeit zum vertiefenden fachlichen Austausch auf Augenhöhe mit anderen Manager*innen aus dem Rechnungswesen und Controlling. C4B ist das Finance-Netzwerk in Deutschland. Unsere Teilnehmer wählen die Fachthemen aus den Bereichen Rechnungswesen & Controlling (Finance) oder strategische Themen, je nach ihren aktuellen Erfordernissen aus. Alle gewählten Fachthemen werden praxisnah bearbeitet und diskutiert, so dass sie viele Ideen und Impulse für die Umsetzung im eigenen Unternehmen erhalten. Bei konkreten Fragestellungen wird nach Bedarf ein Kontakt zu einem anderen Unternehmen mit ähnlichen Fragestellungen und Lösungen hergestellt oder ein persönlicher Austauschtermin durch C4B organisiert. Wir sind auch die Anlaufstelle für fachliche Beratung bzw. zu individuellen Fragestellungen zwischen den Veranstaltungen.

Für die Veranstaltungen engagieren wir Experten aus der Praxis, die im Benchmarking Circle Impulsvorträge halten, sie bereichern die Diskussionen und geben viele Anregungen. Und ein ganz entscheidender Vorteil: Die Benchmarking Circle zeichnen sich durch eine vertrauensvolle, offene und partnerschaftliche Zusammenarbeit der Führungskräfte untereinander aus. Es kann also auch ganz offen über Problemstellungen gesprochen werden, denn alle Teilnehmer haben eine Verschwiegenheitserklärung unterzeichnet. Der wichtigste Erfolgsfaktor der Benchmarking Circle ist die Auswahl der Teilnehmer. Wir achten darauf, dass Funktionen, Unternehmensgrößen und Persönlichkeiten zusammenpassen. Jedes Mitglied soll etwas bieten können und jedes Mitglied soll profitieren.

Wenn Sie mehr über unser professionelles Finance-Netzwerk wissen möchten, dann schreiben Sie mir gerne: u.schroeder@c4b-team.de oder rufen mich an: Tel. 04102 – 217 0 262

Sie sind Führungskraft im Rechnungswesen und Controlling und möchten an einem Benchmarking Circle teilnehmen, dann haben Sie hier die Gelegenheit sich für ein Thema anzumelden: https://c4b-team.de/c4b-veranstaltungen/eventkalender/