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Monatsarchiv :

November 2019

Von Einhörnern und Zugpferden – Ein Gastbeitrag von Nils Seebach 1024 680 C4B

Von Einhörnern und Zugpferden – Ein Gastbeitrag von Nils Seebach

Warum CFOs und Controller oft für den digitalen Erfolg entscheidend sind

Wie stellt man sich vor dem geistigen Auge so ein Einhorn vor? Strahlend weiß mit glitzernd-regenbogenfarbene Mähne samt goldenem Horn… Nein, nicht das mythische Pferdewesen, sondern ein Jungunternehmen, das bereits mit über einer Milliarde bewertet wird. Naja, auch hier sieht es in der Fantasie vieler bunt aus: Irgendwelche Kreative lümmeln in Kreativecken in schönsten Kreativposen mit himmlisch-duftenden Flat-Whites rum und hauen eine Zauberidee nach der anderen raus, während sie nebenher das perfekte Work-Life-Balance hinkriegen und das alles auf Instagram posten. Diese Sorte von Berliner Hipster kultiviert sehr erfolgreich sein eigener Mythos. Schon sein Kleidungsstil soll suggerieren: Kreativität! Einzigartigkeit! Andersdenken! Und ich möchte gar nicht in Abrede stellen, dass jemand, der gelbe Lederstiefel und ein Brillengestell aus Holz trägt, einen deutlichen Beweis von Individualität macht. Nur: Diese ostentative Kreativität ist nicht der eigentliche Lösungsansatz für die operative Digitalisierung eines Unternehmens.

Und bei den unicorns dieser Welt geht es mitunter gar nicht so ‚kreativ‘ zu, wie manch einer sich das vorstellt. Im digitalen Geschäft ist es nämlich oberstes Gebot, Daten zu sammeln, zu analysieren und darauf basierend Handlungsempfehlungen operativ umzusetzen. Und das ist eine Fähigkeit, die schon immer beim CFO gelegen hat. Daher finde ich es überraschend wie wenig CFOs sich an die Speerspitze der Digitalisierung von Unternehmen setzen.

Hat es vielleicht etwas damit zu tun, dass sie ihre eigene Rolle in der digitalen Transformation unterschätzen? Sich nicht für ‚kreativ‘ genug halten? Sich mehr als ‚Zugpferde‘ denn als ‚Einhörner‘ sehen? Hier müssen CFOs und ihre Controller umdenken: Könnte es nämlich sein, dass die Zugpferde die eigentlichen Einhörner sind? Denn – Achtung: aktuell nicht mehrheitsfähige Ansicht: – ‚Kreativität‘, ‚neue Ideen‘ und‚ Impulse von außen‘ haben an und für sich erst einmal wenig mit der Entwicklung des Digitalen zu tun.

Erfolgreiches Handeln in der digitalen Welt setzt nämlich vor allen Dingen folgende Fähigkeit voraus: Ordnung in ungeheure Datenmengen bringen und diese so analysieren zu können, dass daraus Handlungsempfehlungen abzuleiten sind, deren Erfolg (oder Scheitern) durch Metriken nachhaltig kontrolliert werden kann. Danach folgt: Maßnahme anpassen, Ergebnis auswerten, Maßnahme erneut anpassen. Repeat. ‚Kreativ‘ an dieser Fähigkeit ist eigentlich – nach Maßstab eines Berliner Coworking-Space – so gut wie nichts.

Ergeben sich doch die Ideen, was umgesetzt werden sollte, aus der mathematisch präzisen Analyse von Daten mehr oder weniger von alleine, sofern diese korrekt erfolgt. Das ist vielmehr Fleißarbeit: akribisch, im Detail, fast wissenschaftlich in der Herangehensweise. Es geht darum, aus der Lage heraus eine Hypothese abzuleiten, diese durch einen Versuch zu prüfen und den Effekt auszuwerten. Dafür braucht man begabte Programmierer – und Zahlenmenschen, die die Ergebnisse deren Arbeit in Geschäftszahlen erkennen und korrekt zuordnen können. Kreativität im Denken ist zwar bei diesen Controllern und Finanzexperten in dem Maße notwendig, in dem sie alte KPIs gegen neue Indikatoren eintauschen können müssen, um den Erfolg sich aus der Datenlage ergebender Strategien zu kontrollieren.

Aber mit der allgemein anerkannten ‚Kreativität‘ von während Barcamps und Meet-ups liebevoll ausgestalteten (und oft bis ins Aussagelose beliebigen) Mindmaps hat all das wenig zu tun. Es hat vielmehr mit Können zu tun. Ich will sagen: An dem, was im Kern von Technologie getriebene Unternehmen wie AboutYou zu digitalen Vorreitern macht, ist erstaunlich wenig Glitzer. Wer (wie so viele) in die Büros von solchen Firmen pilgert, dem wird es nicht vom digitalen Feenstaub schwindelig. AboutYou mag zwar von der Bewertung her Hamburgs erstes Einhorn sein – und auch hier war nie ein einzelner Hauch von Anzugspflicht, Siezen, und Schni-Po-Donnerstag in der Kantine. Das ist eindeutig eine neue Arbeitswelt. Hier sucht man aber vergebens nach der zur Schau getragenen ‚Kreativität‘, die gerade allseits beschworen wird.

Die richtigen digitalen Champions sind Unternehmen, die durch eine klare Fokussierung auf ihre Leistungsmetriken und eine besonders effizienten Kundengewinnung in der Lage sind, die Aufgaben von morgen zu betreiben. Hier kommt dem CFO in fast allen Digitalisierungskontexten die entscheidende Rolle zu: Der CFO ist derjenige, der die Metriken definieren, einsetzen und auslesen kann – und somit derjenige, der weiß sowohl, wo das Unternehmen digital steht, als auch, wo es hinsoll (und wie es dorthin gelangen kann).

In der digitalen Transformation sind also CFOs und Controller gefragt, die nicht nur betriebswirtschaftlich versiert sind, sondern auch mit Programmieren gut kommunizieren können, damit ihre Einsichten umgesetzt werden können. CFOs, die Verständnis von digitalen Metriken haben: Das sind die echten Zugpferde hinter den unicorns und erfolgreichen Transformationsgeschichten der deutschen Wirtschaft, nicht unbedingt die Online-Marketing-Rockstars oder AI-Vordenker – und ganz bestimmt nicht irgendwelche ‚digitalen Berater‘ im Einhorn-Look.


Über Nils Seebach

Nils Seebach ist Experte für die betriebswirtschaftliche Analyse, Gründer und Neudenker von digitalen Geschäftsmodellen. Seit 2011 hat er mehr als ein Dutzend Unternehmen in den Segmenten Commerce und Technologie gegründet, finanziert und initiiert. Dazu gehört unter anderem das seit 2013 bestehende Beratungsunternehmen Etribes, deren Managing Director er ist. Aus der Agenturgruppe rund um Etribes ging das Kernteam des Start-ups Collins hervor, heute als erfolgreiches „Einhorn“ der Otto-Gruppe unter dem Namen About You bekannt.

 

 

China: Reich der Mitte im Wandel (1/3) – Ein Gastbeitrag von Tim Schröder 960 540 C4B

China: Reich der Mitte im Wandel (1/3) – Ein Gastbeitrag von Tim Schröder

„Handelskonflikt mit China bremst Weltkonjunktur“, „Eskaliert der Streit mit China?“ Der schwelende amerikanisch-chinesische Handelsstreit ist fast täglich Thema in den Medien. China, in wenigen Jahrzehnten von einem verarmten Bauernstaat zur zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt aufgestiegen, ist inzwischen für 92 Länder der Welt der größte Handelspartner – darunter auch Deutschland. Durch seine wirtschaftliche Stärke und seine große Bevölkerung ist China auch politisch zu einem der mächtigsten Länder der Erde geworden. Tim Schröder, Student der Elektrotechnik an der Technischen Universität Berlin, hat sechs Monate in China studiert. In seinen Gastbeiträgen für den Blog wirft er für uns einen Blick auf die Geschichte Chinas und berichtet von der derzeitigen Situation im Land.

Chinas Rückkehr zur Weltmacht? Ein Blick auf Chinas Geschichte

Vor 2200 Jahren herrschte der Chinesische Kaiser nicht nur über 中国 Zhōngguó „das Reich der Mitte (China)“, sondern über 天下 tiānxià „Alles unter dem Himmel“. Die anliegenden Staaten erhielten die gnädige Erlaubnis des Kaisers, der chinesischen Kultur beizutreten. Gleichberechtigte Beziehungen anderer Staaten gab es nicht, Japan, Korea und Südostasien befanden sich einst alle unter chinesischer Hoheit. Für das Chinesische Reich existierte keine andere Zivilisation außer der Chinesischen, den 中国人 Zhōngguórén, den Menschen aus dem Land der Mitte. Hier wurden Buchdruck, Schwarzpulver und Methoden zur Stahlverarbeitung viele Jahrhunderte früher als in Europa erfunden. Heute ist China nur noch auf chinesischen Weltkarten in der Mitte verortet. Dass China als Weltmacht zurückkehrt, ist offensichtlich. Doch wird auch die einst so große, sinozentrische Weltordnung zurückkehren?

Für Europäer war es schwer nachvollziehbar, dass die angestrebte Universalherrschaft Chinas keineswegs eine politische Unterwerfung anderer Staaten erzwang, so wie es die Kolonialherren taten. Die Beziehung wurde aus europäischer Sicht als Vasallenverhältnis angesehen, doch es waren eher die Vasallen, die den wirtschaftlichen Vorteil durch den Eintritt in das lukrative, chinesische Handelsnetz erhielten. Die Bemühungen lagen auf der Verbreitung der chinesischen Hochkultur und die Anerkennung des Universalherrschers durch andere Staaten. Umgebenen von diesen sinisierten Völkern war die konfuzianische Dynastie in ihrer Blüte. Das damalige Handelsnetz erstreckte sich über große Teile Asiens, gar bis zur afrikanischen Ostküste. Noch heute erkennt man Teile des damaligen Einflusses auf Sprache und Traditionen in unterschiedlichen Regionen wieder. So dienten die chinesischen Schriftzeichen als Grundlage der japanischen, vietnamesischen, koreanischen Schriften. Auch der chinesischen Mondkalender und die dazugehörigen Feiertage sind heute weit verbreitet. Denn nicht nur die Chinesen feiern „Chinese New Year“, sondern viele Länder Südostasiens, ebenso wie das Neujahr im Mondkalender.

Aufblühender Handel im 17. Jahrhundert

Trotz des Wissens um die Existenz anderer Völker und Staaten erkannte China keine andere Zivilisation als ebenbürtig an. Den Europäern lag es jedoch ebenso fern, einen Universalherrscher anzuerkennen. Als die Portugiesen 1517 die Aufnahme gleichberechtigter, diplomatischer Beziehung forderten, scheiterten die Verhandlungen an diesen Differenzen. Eine indirekte Handelsbeziehung zu Europa hat es in Form der Seidenstraße schon seit der Antike gegeben, doch erst im 17. Jahrhundert wurde direkter Handel von Seide, Porzellan und Tee nach Europa betrieben. Die begehrten Waren veranlassten die westlichen Handelsmächte, immer mehr Einfluss in chinesischen Häfen, wenn nötig mit Gewalt, zu erzwingen. Der erste Opiumkrieg (1839–1842) zwischen Großbritannien und China beendete die chinesische Überlegenheit, China wurde nach seiner militärischen Niederlage gezwungen, seine Märkte zu öffnen und Opium zu importieren – und die sogenannten „ungleichen Verträge“ abzuschließen. Die Wirtschaftsinteressen der westlichen Kolonialmächte setzten sich durch, die europäischen Mächte gewannen immer mehr Zugang in den Handelsstädten. Hongkong war nun britisch und auch in den Häfen gab es ausländische Quartiere, die man noch heute zum Beispiel in Form der französischen Konzession in Shanghai wiederfindet.

Vom prächtigen Reich zu einem der ärmsten Länder der Welt

Nach dem zweiten Weltkrieg wurde China vollständig unabhängig und die kommunistische Revolution, geführt von Mao Zedong, strebt ein sozialistisches System an. Wie auch in der Sowjetunion setzt sich in China ein diktatorisches Ein-Parteien-System durch. Durch die Kriege ausgeblutet, wurde aus dem einst prächtigen Reich eines der ärmsten Länder der Welt. Mit dem „Großen Sprung“ wollte China von 1957 bis 1962 den Westen einholen. Der Vorsitzende der Kommunistischen Partei Mao Zedong zwang die Bauern, ihre Felder brach liegen zu lassen und stattdessen Stahl zu produzieren. Die Folge: Stahl niedriger Qualität und 30 Millionen Tote auf Grund der erstanden Hungersnot. Als Mao die Kulturrevolution ausruft, bricht ein Bürgerkrieg los, in dem weitere zwei Millionen Menschen ums Leben kommen. Trotz aller Gräueltaten wird Mao Zedong in China noch heute als Held gefeiert. Er verstand es, einen Kult, um seine Person aufzubauen, den die Menschen anhimmeln.

China unter Xi Jinping

Heute herrscht in China ein Mann, der dies ebenso gut versteht: Xi Jinping, Staatspräsident auf Lebenszeit, Vorsitzender der der Zentralen Militärkommission und Parteichef der Kommunistischen Partei, ist der wahrscheinlich mächtigste Mann der Welt. Er hat die Macht über die Politik, die Wirtschaft und das Militär und, so steht es zu befürchten, bald auch über jeden einzelnen Menschen im Land. Trotz des totalitären Systems ist Xi bei seinen Anhängern außerordentlich beliebt. Er wird als jemand beschrieben, der das Volk versteht und selbst mit anpackt. Gelobt wird Xi besonders für seinen Kampf gegen die Korruption. Über eine Million Parteifunktionäre wurden seit seinem Amtsantritt im Jahr 2013 als korrupt bestraft und aus ihren Ämtern enthoben, darunter auch viele seiner Gegner. Vor allem die Stellen der obersten Führungsriege der Partei und des Militärs besetzte Xi mit loyalen Anhängern. Mit dem daraus resultierenden minimalen politischen Widerstand hat Xi die Beschränkung seiner Legislaturperiode von 10 Jahren aufgehoben und darf bis an sein Lebensende regieren. Außerdem wurden die Xi-Jinping-Gedanken über den Sozialismus chinesischer Prägung in der Verfassung festgehalten. Alle Pläne Xis für die Zukunft fasst er als „chinesischen Traum“ zusammen. In dieser Zukunft soll China wieder ein Vorbild für alle anderen Staaten sein. Die Nachbarländer sollen zu China aufschauen und es bewundern. Dafür setzt Xi Projekte gigantischen Ausmaßes in die Tat um. Mit der Initiative „Neue Seidenstraße“ – auch „One Belt, one Road“ oder „Belt and Road Initiative“ genannt – möchte China mit massiven Investitionen in Asien, Afrika und Europa neue Handelsrouten, Märkte und Energiequellen erschließen. Das Investitionsvolumen von einer Billion Doller wird größtenteils in Infrastrukturprojekte in den China umgebenden Entwicklungsländern gesteckt, die von chinesischen Unternehmen und Arbeitern durchgeführt werden. Dadurch sollen zukünftig chinesische Unternehmen besser ausgelastet werden, indem mehr Absatz und Arbeitsplätze geschaffen werden. Zusätzlich binden die neuen Handelswege die teilnehmenden Staaten enger an China.

Auch in Deutschland, im Duisburger Hafen, kommen inzwischen chinesische Waren mit dem Schnellzug direkt aus Chongqing in der chinesischen Provinz Sichuan. Der Hafen von Athen wurde inzwischen ganz von einer chinesischen Reederei übernommen. Besonders in Entwicklungsstaaten erreichen die Chinesen mit dieser Strategie nicht nur eine hohe wirtschaftliche Abhängigkeit der Absatzmärkte, sondern auch einen starken politischen Einfluss. Viele Seidenstraßen-Länder wie Malaysia oder Sri Lanka haben sich in den vergangenen Jahren stark bei chinesischen Staatsbanken verschuldet, was den politischen Hebel noch weiter stärkt.

Peking setzt weiterhin darauf, Technologieführer in mehreren Schlüsselbereichen zu werden, um dem chinesischen Traum ein Schritt näher zu kommen. So wird mit allen Mitteln versucht, Know-how im Hightech-Bereich anzuwerben. Dazu werden zum Beispiel Beteiligungen an europäischen Unternehmen gekauft oder Unternehmen wie der Roboterhersteller Kuka ganz übernommen. Die chinesische Regierung ist dafür bekannt, keine Mittel zu scheuen, um ihr Ziel zu erreichen. Immer wieder werden Vorwürfe laut, dass Cyberattacken aus China auf Unternehmen und Behörden vom chinesischen Staat gefördert oder gar initiiert werden. Ende 2018 beschuldigten US-Behörden China der Industriespionage. Auch das Bundesinnenministerium vermutet laut einem Bericht des Handelsblatts, dass China deutsche Unternehmen in großem Stil ausspäht.

In China braucht es keine lange Kette der Bürokratie, um große Investitionen zu tätigen. Die wichtigen Entscheidungen liegen in den Händen von Xi Jinping und seinen engsten Vertrauten. Durch die totalitäre Kontrolle und das Überschreiten von rechtlichen Grenzen kann China rasant wachsen und enorme Projekte auf die Beine stellen, die für uns eine Globalisierung mit chinesischen Charakters bedeuten könnte, die weniger Priorität auf Transparenz und verbindliche Regeln setzt. Es ist wohl nur die internationale Aufmerksamkeit, die diesen Weg vorerst bremst. Für Europa entstehen hier

Fragt man chinesische Bürger, so geschieht dies nicht aus bösem Willen, sondern aus einem Gefühl der Rechtmäßigkeit. Die Geschichte des Landes ist zu einzigartig, China wurde von den Industrienationen zu lange belächelt und das Volk musste zu viel durchmachen, um sich den Weg zum chinesischen Traum jetzt nicht freizukämpfen. Es ist wohl nur die internationale Aufmerksamkeit, die diesen Weg vorerst bremst. Europa muss sich nun zwischen den Großmächten China und den Vereinigten Staaten behaupten können. Vor allem bei europäischen Unternehmen ist langfristig die Frage, ob diese ohne staatlichen Schutz gegen stark subventionierte, chinesische Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben können. Diese haben immer noch nicht den gleichen Zugang zum chinesischen Markt, wie die chinesischen Unternehmen zum europäischen. Darüber wie man sich zukünftig am besten aufstellt, herrscht viel Uneinigkeit unter den europäischen Nationen. Italien schließt sich Projekten der Seidenstraße an, Frankreich betreibt Protektionismus. Die kleineren Nationen haben Sorge, dass Deutschland seine Unternehmen stark subventioniert und so auch den europäischen Markt verzerrt. Doch kein EU-Staat hat die Größe, den Einfluss oder die Macht, etwas mit China auf Augenhöhe verhandeln zu können, wie die EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini kürzlich beim EU-Gipfel äußerte.

Literaturangaben

Seitz, Konrad: China – Eine Weltmacht kehrt zurück, Siedler Verlag, München 2000.

Tagesschau (2018, 25. Januar): Die Seidenstraße endet in Duisburg. URL: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/seidenstrasse-107.html [16.09.2019]

Handelsblatt (2019, 19. August):  Berlin verdächtigt Chinas Regierung der Industriespionage im großen Stil. URL: https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/cyberattacken-berlin-verdaechtigt-chinas-regierung-der-industriespionage-im-grossen-stil/24911728.html?ticket=ST-4176862-jCbOMhUjbKs4eIhOHG0D-ap3 [16.09.2019]

Focus (2019, 23. März): China viel wichtiger als Brexit. URL: https://www.focus.de/finanzen/news/konjunktur/china-viel-wichtiger-als-brexit-europa-streitet-mit-einem-zwerg-und-vergisst-die-echte-herausforderung_id_10489659.html [16.09.2019]

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Über Tim Schröder

Tim Schröder, Jahrgang 1998, studiert seit 2016 Elektrotechnik an der Technischen Universität Berlin. Im September 2018 ging er mit dem Chinese Scholarship Council Stipendium des chinesischen Bildungsministeriums zum Studium an die chinesischen Eliteuniversität Shanghai Jiao Tong und lebte für sechs Monate in einer chinesischen Gastfamilie. Sein Studium beendet Tim Schröder im Jahr 2021 mit Master of Science mit dem Schwerpunkt auf Künstliche Intelligenz und Kognitive Systeme.